Einführung

Zielsetzung
Klinische Daten sind zur weiteren Interpretation umfassend zu Klassifizieren, damit sie im Zusammenhang mit dem systemübergreifenden Datenaustausch weiter verwendet werden können. SMERF ist ein Klassifizierungssystem für:

  • klinische Messresultate

Minimal werden die  Bedeutung und die Masseinheit (UCUM-Einheiten) klassifiziert. Je nach Bedeutung des Resultats, stehen weitere Klassifikationsattribute zur Verfügung. Das System ist vertikal beliebig erweiterbar. Wie im SMEEX Standard werden die einzelnen Attribute eindeutig über eine ID identifiziert.

Grundsätzlich ist es dem Sendesystem überlassen, wie detailliert die Daten klassifiziert werden. Je granularer die Klassifizierung durchgeführt wird, desto „wertvoller“ sind die Daten auf Empfangsseite.

Weshalb ist eine Klassifizierung notwendig?
Nur wenn ein Datenempfangssystem die erhaltenen Daten auch interpretieren kann, dann ist eine umfassende Weiterverarbeitung möglich. Ohne Klassifizierung können Daten nicht interpretiert werden, d.h. sind für den Empfänger direkt nutzlos, sofern er sie nicht selbst interpretiert.

Folgendes Bespiel verdeutlicht den Sachverhalt:

Fall 1:

  • Versand der Datenfelder mit den Inhalten „120 / 80“ ohne weitere Klassifizierung.


Fall 2:

  • Versand des Datenfeldes mit dem Inhalt „120“, Klassifizierung: Blutdruck, [Pa], systolisch, sitzend
  • Versand des Datenfeldes mit dem Inhalt „80“, Klassifizierung: Blutdruck, [Pa], diastolisch, sitzend


Bezüglich des Falls 1 kann keine Aussage gemacht werden um welchen Feldinhalt es sich handelt. Eine Datenweiterverarbeitung ist nicht möglich. In einem solchen Fall kann das Empfangssystem die erhaltenen Daten nur in ein Textdatenfeld ablegen und dem Systembenutzer die weitere Verarbeitung überlassen.

Ganz anders im Fall 2. Hier wird eine volle Klassifizierung des Dateninhaltes vorgenommen. Eine weitere Verarbeitung durch das System ist grundsätzlich möglich.